Irgendwie noch kein Ende für die lange Geschichte in Sicht…

Ich ging dann natürlich sofort ans Handy. Mein Vater war dran. Er war wütend. 5 Minuten später rief mich meine Mutter an. Auch sie war sauer. Alle 5 Minuten rief dann Irgendwer an und so ging es eine Weile weiter. Ich musste nach Hause. Also rief er einen Kollegen an, der uns mit dem Auto abholte und zum Bahnhof fuhr. Dort wartete ich noch mit ihm vor dem Zug. Dort standen noch ein paar Kollegen von mir und meinem Ex. Alle schauten mich an. Zum Glück hörte ich wie Jemand sagte, dass im anderen Wagon noch mehr Plätze frei waren. Also gingen wir dort hin. Als wir uns verabschiedeten küssten wir uns noch und ich umarmte ihn. Ich stieg in den Zug ein und der Zug fuhr los. Nach 2 Minuten kam ein Kolleg von mir in den Wagon, wo ich saß und fing an mich auszuquetschen. Er fragte mich aus was mit meinem „Freund“ ist und was mit diesem Typen da läuft. Ich hatte keine Lust darüber zu sprechen, weswegen ich ihm nur kurze Antworten gab. Als ich an meiner Haltestelle ankam, traf ich weitere Kollegen. Sofort wurde ich gefragt, wo ich den ganzen Tag gewesen bin. Ich sprach noch ein Bisschen mit ihnen und ging dann nach Hause. Ich konnte mir schon gut vorstellen wie dieses Gespräch werden wird, das ich nun mit meinen Eltern führen musste. Sie schrien mich an und meine Mutter sagte irgendwas, das etwas in mir auslöste. Irgendeine alte Wunde wurde wieder offen gerissen. Ich ging in mein Zimmer und holte meinen Laptop. Darin hatte ich ein paar Seiten geschrieben, die über meinen Gefühlen während meiner Essstörung und Depression handelten. Meine Eltern wussten nichts davon. Ich hatte immer alles perfekt geheim gehalten. Ich ging mit dem Laptop zu ihnen und drückte ihn meiner Mutter in die Hand. Ich sagte: „Da! Lies mal das durch und dann seht ihr was für tolle Eltern ihr seid, dass ihr das alles nicht mitbekommen habt.“ Danach rannte ich in mein Zimmer und sperrte mich dort ein. Ich bekam einen Panikanfall und drehte total durch. Ich rauchte pausenlos und hörte laut Musik. Nach einer Stunde kamen meine Eltern und wollten mit mir reden, doch ich konnte nicht. Sie versuchten, die Tür zu öffnen, doch ich hatte ja abgesperrt. Sie versuchten es immer wieder. Doch ich konnte einfach nicht. Ich musste das alles erst mal verarbeiten. Irgendwann beschloss ich eine Runde zu gehen. Ich nahm eine Flasche Wein, die ich in meinem Zimmer hatte und packte sie in meine Handtasche. Ich wollte gerade starten als meine Mutter erneut kam. Sie sagte: „Sophia, lass uns reden! Ich habe schon früher bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ich hab mal in deinen Tagebuch gelesen.“ Mir rannten die Tränen über mein Gesicht. Ich war wütend, enttäuscht und traurig zugleich. Ich war wütend, weil sie in meinem Tagebuch gelesen hatte. Aber ich war zusätzlich noch enttäuscht darüber, wenn sie schon in meinem Tagebuch liest und merkt, dass etwas nicht stimmt, warum sie dann nicht gehandelt hat. Ich rannte aus meinem Zimmer. Mein Bruder lief mir hinterher. Ich rannte und rannte bis ich zu ein paar Wiesen kam, wo ich mich hinter den Apfelbäumen an meinem Lieblingsplatz versteckte. Mein Bruder fand mich trotzdem. Ich hatte keine Ahnung, dass er von meinem Platz wusste. Wie es weitergeht, erfährt ihr das nächste Mal. Xoxo Sophia

10.12.14 21:36, kommentieren

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The second part of the long story…

Tut mir Leid, wenn es etwas länger gedauert hat. Ich begann zu zittern und konnte nicht mehr klar denken. Die Tränen liefen ununterbrochen über mein Gesicht. Ich drehte komplett durch. Ich versuchte meine Freundin anzurufen und sie nahm zum Glück ab. Sie beruhigte mich ein wenig und nach einer Weile ging es mir besser. Dann kam mein Freund. Ich schickte ihn weg. Er sagte, dass unser Taxi da wäre. Ich sagte ihm, dass ich nicht mitfahre. Er ging wieder. Jedoch kam er nach ein paar Minuten wieder und sagte, dass das Taxi nun weg wäre. Nachdem ich wieder einigermaßen normal denken konnte, sagte ich zu ihm, dass ich Schluss mache. Ich ging wieder ins Pub rein und spielte Tischfußball weiter. Dann kam er rein und sagte, er hätte ein Taxi für uns bestellt. Ich sagte ihm erneut, dass ich nicht mitfahren würde. Er wollte es nicht akzeptieren. Er sprach mich andauernd mit „Schatz“ an und fragte, ob ich nun mitkommen würde. Ich spielte weiter und würdigte ihm keinen Blick. Ich sagte eiskalt „Nein.“ So ging er nach ein paar Minuten, da sein Taxi für die Disco gekommen war. Ich war plötzlich alleine im Pub. Also nicht alleine im Sinne, dass keine Menschen mehr da waren, sondern damit meine ich, dass alle Leute mit denen ich gekommen bin in die Disco gefahren sind und weg waren. Jedoch einer war noch da und das war ER. Als wir irgendwann keine Lust mehr auf Tischfußball hatten, tranken wir noch was. Wir waren die letzten die noch im Pub waren. Also beschlossen wir zu gehen, als sie den Pub schlossen. Der Kellner (ein guter Bekannter von ihm) und seine Frau hielten mit dem Auto bei uns an und fragten, ob sie uns nach Hause fahren sollen. Er fragte mich, ob ich mitkomme. Ich antwortete: „Ja, ich weiß sowieso nicht wie ich nach Hause kommen sollte.“ Also stiegen wir ein und fuhren zu ihm. Dort schauten wir „The Walking Dead“ und wir redeten eine Ewigkeit über so ziemlich viel. Das Meiste davon wird höchstwahrscheinlich nur Unfug gewesen sein. Aber das war mir egal. Ich konnte Lachen und es war kein vorgespieltes falsches Lachen. Nein! Es war ein ehrliches Lachen. Ich konnte wirklich Lachen. Es war komisch mal wieder richtig Lachen zu können. Ich fühlte mich gut und sicher in seiner Umgebung. Irgendwann fingen wir an uns zu küssen. Wir schauten fern und küssten uns bis um 7 Uhr in der Früh. Irgendwann beschlossen wir schlafen zu gehen und gingen in sein Zimmer. Dort schliefen wir bis um 18 Uhr. Nur einmal wachten wir auf weil ich einen Hustenanfall hatte. Er stand sofort auf und holte für mich einen Saft und Hustenbonbons. Das war wirklich süß von ihm. Als wir dann endlich um 18 Uhr aufstanden. Schaute ich auf mein Handy. 24 Anrufe in Abwesenheit. 20 SMS in Abwesenheit. Keiner wusste wo ich war. Ich habe Niemanden gesagt wo ich bin. Weshalb ich bereits von allen gesucht wurde. Aber darüber erzähle ich euch ein anderes Mal. Xoxo Sophia

9.12.14 23:41, kommentieren


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